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APOaktuell 01 Winter 2019

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Das Magazin aus Ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionellen Themen: VOLKSLEIDEN RÜCKENSCHMERZ – Das Kreuz mit dem Kreuz, EMPFÄNGNISVERHÜTUNG – Damit nichts passiert, wenn's passiert, SYMPTOM FIEBER – Unsere beste Abwehrmethode, KÄLTE VORAUS! – So trotzen Sie der frostigen Zeit und vieles mehr...

38 DER DARM IM STREIK

38 DER DARM IM STREIK VORSICHT: Für die Selbstbehandlung mit Abführmitteln gilt: • keine gewohnheitsmäßige Einnahme • möglichst niedrige Dosierung • erneute Einnahmen nach erfolgreicher Darmentleerung frühestens am dritten Tag Bei der Therapie der Verstopfung mit Arzneistoffen gibt es viele Auswahlmöglichkeiten. Hier sind die konventionellen Wirkstoffe den pflanzlichen Laxanzien (siehe unten) unbedingt vorzuziehen, denn diese entleeren den Darm mit erzwungenen Kontraktionen sehr drastisch. Dies führt auf Dauer zu Darmschleimhautschädigungen und Mineralverlusten. Ohne diese Mineralien (vor allem Kalium) erlahmt unser Darm. Ein Teufelskreis entsteht: Kaliumverlust – die Darmträgheit nimmt zu – keine Stuhlentleerung – erneute Einnahme von Abführmitteln... das Ende vom Lied: der Darm ermattet immer mehr und gewöhnt sich an die Abführmittel. Ohne sie geht dann gar nichts mehr. Für eine akute, kurzzeitige Anwendung nach Ausschluss eines Darmverschlusses STEHEN FOLGENDE MÖGLICH- KEITEN ZUR VERFÜGUNG: • Darmbewegungssteigernde Substanzen wie z.B. Natriumpicosulfat oder Bisacodyl, die den Flüssigkeitsgehalt im Stuhl erhöhen und den Entleerungsreiz auslösen. Sie sollten abends vor dem Schlafengehen mit viel Flüssigkeit eingenommen werden. Die Stuhlentleerung erfolgt in der Regel am nächsten Morgen. Nicht für die Daueranwendung geeignet, da auch sie zu Kaliumverlust führen. • Osmotisch wirksame Substanzen steigern mit viel Flüssigkeit eingenommen den Wasseranteil im Darm und erweichen dadurch den Stuhl: • Zäpfchen und Klistiere, die lokal im Enddarm innerhalb von 5 - 20 Minuten den Entleerungsreflex durch wasserziehendes Glycerol, durch Gasentwicklung oder Seifen reizen und als Gleitmittel für den Stuhl dienen. Perfekt bei fäkalem Stau im Enddarm wie bei der funktionellen Obstipation z.B. auf Reisen. • Salinische Laxanzien: Glaubersalz (Natriumsulfat) oder Bittersalz (Magnesiumsulfat) wirken ziemlich schnell aber auch heftig. Mit viel Flüssigkeit werden Sie einmalig zur Darmreinigung vor Untersuchungen oder bei Beginn von Fastenkuren eingesetzt. Auch hier besteht bei häufigerer Anwendung die Gefahr der Gewöhnung. • Macrogole, Milchzucker und Lactulose helfen sanfter. Vorsicht bei Milchzuckerunverträglichkeiten. Gut anwendbar gerade bei Einnahme zur Verstopfung führender Medikamente (z.B. Opioide) • Pflanzliche Laxantien auch die Tees sollten aufgrund des Gewöhnungseffekts vermieden werden. Sennesblätter, Sennesfrüchte, Faulbaumrinde, Rhabarberwurzel, Aloeextrakt... sind zwar rein pflanzlich, aber mit gravierenden Nebenwirkungen (siehe oben). Denken Sie an den Knollenblätterpilz oder die Tollkirsche – auch rein pflanzlich..., oder? MAGEN & DARM

39 VORSICHT: Bei Herzpatienten, Schwangeren, Stillenden und Kindern sollte vor Anwendung von Laxantien stets eine/n Arzt/Ärztin konsultiert werden. Besser: Mehr Ballaststoffe mit viel Flüssigkeit und regelmässiger Bewegung helfen unserem Darm auf natürliche und sanfte Weise. Ballaststoffe sind pflanzlicher Natur (Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte...). Sie quellen auf, indem sie viel Wasser binden. Das erhöht das Stuhlvolumen – die Darmpassage wird beschleunigt und der Stuhl weicher – das beugt der Bildung von Divertikeln vor. Die Darmentleerung erfolgt regelmäßig und problemlos ohne Pressen – besonders bei Hämorrhoiden sehr wichtig. Zusätzlich dienen diese Ballaststoffe als Futter für Milliarden nützlicher Bakterien in unseren Darm. Auch diese beeinflussen unsere Verdauung. WICHTIG: Ballaststoffe müssen quellen können, sonst verstärken sie die Verstopfung. Deshalb ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig Falls keine Unverträglichkeiten vorliegen, gilt für Erwachsene eine Mindestaufnahmemenge von 30 Gramm Ballaststoffen mit mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag. Am einfachsten ist der Verzehr von viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten... Leider verträgt das nicht jeder. Durch Produkte aus der Apotheke mit Guarkernmehl oder Apfelpektin kann man ganz einfach den Ballaststoffanteil der Nahrung erhöhen. FAZIT Lieber mit Ballaststoffen den Darm auf natürliche Weise wieder in Bewegung bringen als mit Abführmitteln eine heftige Entleerung zu erzwingen. So kann er den Streik beenden und wir fühlen uns wieder wohl. TIPPS UND TRICKS: • Zusätzliche Ballaststoffe langsam einschleichend in geringen Mengen ausprobieren. Beim Steigern der Dosis sehr behutsam vorgehen, denn ungewohnte Mengen führen zu starken Blähungen. • Eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn mit ätherischen Ölen z.B. von Fenchel oder Kümmel regt die Darmbewegung an und löst auf sanfte Weise schmerzhafte Blähungen. MAGEN & DARM

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