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APOaktuell 03 Sommer 2018

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Das Magazin aus Ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionelle Themen: MÜDES HERZ? – Unterstützung für Ihren wichtigsten Muskel, BLASEN-ENTZÜNDUNG – Unterschätztes Risiko in der Badesaison, JUCKREIZ – Oft Zeichen einer Erklrankung, AFFENHITZE – Cool bleiben – So wappnen Sie sich gegen 38° im Schatten und vieles mehr...

28 SIND IHRE MITBEWOHNER

28 SIND IHRE MITBEWOHNER GUT ODER BÖSE? Die große Bedeutung des Darms für unsere Gesundheit ist erst in den letzten Jahren in den Fokus des allgemeinen Gesundheitsbewusstseins gerückt. Dafür gibt es jetzt jede Menge unseriöse und seriöse Angebote in sämtlichen uns alltäglich heimsuchenden Medien für unterschiedliche Darmkuren und Produkte, die Heilung bei diversen Darmproblemen versprechen. Das Gesundheitsmagazin APOaktuell möchte in Zukunft dem Thema „Darm“ eine Plattform bieten, auf der Sie, liebe LeserInnen, fachkompetente Informationen und Entscheidungshilfen erhalten. Unser Darm übernimmt in unserem Organismus eine VIELZAHL VON AUFGABEN. Die bedeutendsten sind: • Verdauung des Nahrungsbreis aus dem Magen und Aufnahme von Nährstoffen und Wasser („Resorption“) • Ausbildung von Abwehrzellen für das Immunsystem (etwa 80% aller unserer Abwehrzellen sitzen im Darm) • Produktion von Hormonen und Botenstoffen, die verschiedenste Vorgänge in unserem Körper steuern (z.B.: Serotonin, das „Glückshormon”) Bei einem Erwachsenen hat der Darm eine Länge von ca. acht Metern und ist so stark in so genannte „Darmzotten“ gefaltet, dass sich eine innere Oberfläche von 400 - 500 m 2 ergibt. Dieses riesige Areal wird von etwa 100 Billionen Mikroorganismen besiedelt, die für einen funktionstüchtigen Darm notwendig sind. Doch ob diese Armada an Bakterien uns guttut, hängt davon ab, welche Bakterienarten überwiegen. Die „guten“ erfüllen die vielfältigen Aufgaben des Darms und bilden einen Abwehrriegel gegen krankmachende Erreger, die „schlechten“ machen Probleme. Kommt die Darmflora aus dem Gleichgewicht, können sich „schlechte“ Darmbakterien und andere Erreger (z.B. Pilze) vermehren und führen in der Folge zu Verdauungsbeschwerden, Aufnahmestörungen von Nährstoffen und in manchen Fällen zu weiteren Erkrankungen. UNSER DARM

29 Artischocken und Spargel wirken nachgewiesen präbiotisch. Welche Bakterienarten in unserem Darm das Kommando übernehmen, hängt stark von unserer Ernährung ab. Ungesunde Kost mit viel Fett und tierischem Eiweiß (Fleisch, Wurst, Käse) fördert das Wachstum der unerwünschten Mitbewohner und verdrängt die gesundheitsfördernden Bakterien. Um den Anteil der „guten“ Bakterienarten hoch zu halten, sollte man zu Pro- und Präbiotika greifen. PROBIOTIKA Sind lebensfähige Mikroorganismen (Bakterien u.a.), die widerstandsfähig genug sind, um die Magen- und Dünndarmpassage zu überstehen, und schließlich im Dickdarm zur Wirkung kommen. Sie bilden ein saures Milieu (durch Produktion von Milchsäure), hemmen das Wachstum unerwünschter und krankmachender Erreger und stimulieren das Immunsystem. Einerseits werden sie vorbeugend eingesetzt (z.B. gegen reisebedingten Durchfall), andererseits bei Erkrankungen angewendet, die zu Durchfall oder anderen Verdauungsproblemen führen oder nach einer Antibiotika-Therapie. Zugeführt werden sie in Form von Arzneimitteln oder als Zusatz zu Nahrungsmitteln (Joghurt, Milcherzeugnissen, Müsli u.a.). Typische Vertreter dieser Bakterienarten sind Lactobacillus casei, Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidum. PRÄBIOTIKA Sind unverdauliche Nahrungsbestandteile (Ballaststoffe), die das Wachstum von „guten“ Darmbakterien-Arten (z.B.: Bifido-Bakterien) fördern. Sie werden zum größten Teil aus folgenden Pflanzen gewonnen: Getreide, Cichorée, Spargel, Zwiebel, Schwarzwurzel, Topinambur (Inulin) u.a. Das erhaltene Substrat wird präbiotisch wirksamen Lebensmitteln zugesetzt. Alternativ empfehlen wir Ihnen in Ihren Speiseplan Gemüsesorten aufzunehmen, die nachgewiesenermaßen präbiotisch wirken: Cichorée, Schwarzwurzel, Artischocke, Spargel, Löwenzahnwurzel u.a. UNSER DARM

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