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APOaktuell 03 Sommer 2018

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  • Ultrasun
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Das Magazin aus Ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionelle Themen: MÜDES HERZ? – Unterstützung für Ihren wichtigsten Muskel, BLASEN-ENTZÜNDUNG – Unterschätztes Risiko in der Badesaison, JUCKREIZ – Oft Zeichen einer Erklrankung, AFFENHITZE – Cool bleiben – So wappnen Sie sich gegen 38° im Schatten und vieles mehr...

38 Sie kennen das. Es

38 Sie kennen das. Es juckt. Zunächst leise, dann immer lauter. Genau zwischen den Schulterblättern, knapp oberhalb Ihrer Finger, die es trotz akrobatischer Verrenkung Ihres Arms nicht weiter hinauf oder von oben herunter schaffen. Sie blicken sich um, doch nirgends ein passendes Gerät. Es wird immer dringender und dann... der Einfall. Sie eilen in die Küche und greifen in die Bestecklade. Sie schnappen die Gabel und... himmlische Erlösung. Diese Form des plötzlichen Juckreizes hat jeder schon vielfach erlebt. Nach dem Kratzen ist es vorbei und die wenigsten machen sich weiter Gedanken darüber. Ganz so harmlos jedoch ist Juckreiz nicht immer, ist er doch oft auch Symptom einer Erkrankung. Juckreiz wird fachgerecht definiert als unangenehme Sinneswahrnehmung, die das Bedürfnis nach einer mechanischen Antwort Kann bei Juckreiz die Erlösung sein: die Gabel ;-) wie Kratzen, Scheuern, Drücken (u.a.) mit den Fingern oder anderen mechanischen Hilfsmitteln hervorruft. Verursacht durch Botenstoffe wie Histamin (u.a.) werden Signale über Nervenbahnen an Rezeptoren in der Haut vermittelt, die den Juckreiz auslösen. Juckreiz prägt sich ins Gedächtnis ein, sodass Menschen, die chronisch daran leiden, diesen schon bei einem schwachen Nervensignal wahrnehmen. Und ähnlich wie das Gähnen ist Juckreiz „ansteckend“. Unterschieden wird akuter von chronischem Juckreiz, wobei die Übergänge fließend sind. AKUTER JUCKREIZ Oft dient diese Sinneswahrnehmung einfach dazu, die Haut von irgendeinem störenden Fremdkörper zu befreien. In vielen Fällen wiederholt sich jedoch der Juckreiz über einen gewissen Zeitraum – meist lokal oder auf eine bestimmte Region begrenzt – als Zeichen eines akuten, vorübergehenden Geschehens auf der Haut, wie etwa: JUCKREIZ

BESITZEN SIE EINE GABEL? 39 • Insektenstiche • allergische Reaktionen (z.B.: Sonnenallergie, Kontaktallergie, Nahrungsmittelunverträglichkeit u.a.) • Heuschnupfen (Jucken in Augen und Nase) • Kopfschuppen • Läusebefall (Kopf), Flohbisse, Würmer im Analbereich • Pilzerkrankungen im Genitalbereich, an den Füßen oder auf anderen Hautstellen • Hämorrhoiden • akutes kurzfristiges Ekzem • Nebenwirkung eines Medikaments CHRONISCHER JUCKREIZ (medizinisch: Pruritus) Hält der Juckreiz über einen langen Zeitraum an (mehrere Monate), wird er als chronisch bezeichnet. Und wie der Schmerz kann Juckreiz ein dauerhaft auftretendes Symptom einer langfristigen Erkrankung sein – über Jahre hinweg. Als besonders schlimm wird der so genannte „generalisierte Juckreiz” empfunden, der am ganzen Körper auftritt. Chronischer Juckreiz ist sehr quälend und schränkt die Lebensqualität deutlich ein. Dass Juckreiz oft ein wichtiger Indikator für bestimmte Krankheiten ist, wurde lange unterschätzt. Auch die Psyche spielt eine wesentliche Rolle: eine Studie der Universität Münster konnte zeigen, dass etwa 70 Prozent aller Pruritus-Patienten zusätzlich an psychosomatischen oder psychiatrischen Erkrankungen leiden. Als URSACHE für chronischen Juckreiz kommen in Betracht: • Hauterkrankungen: Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis), Nesselsucht (Urtikaria) • Trockenheit der Haut – besonders im Alter • Schwangerschaft • Schilddrüsenfunktionsstörungen • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) • Leber- und Nierenfunktionsstörungen • manche Krebserkrankungen (z.B.: Lymphom) • Psychische Ursachen /Depression • Drogenmissbrauch (Kokain) • Nebenwirkung von Dauermedikamenten WAS KÖNNEN SIE DAGEGEN TUN? Auf akuten Juckreiz reagieren wir in der Regel mit Kratzen. Das wirkt sofort und effizient. Doch Vorsicht: Kratzen kann erneut Juckreiz JUCKREIZ

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