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APOaktuell 03 Sommer 2019

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46 Zu den

46 Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Aber auch sekundäre Pflanzenstoffe, essentielle Fettsäuren und bestimmte Aminosäuren gehören dazu. Auch wenn sie nur in kleinen und kleinsten (Mikro = klein) Mengen benötigt werden, sind sie für den menschlichen Organismus überlebenswichtig. Da die meisten von ihnen nicht selbst vom Körper produziert werden können, müssen sie über die Nahrung aufgenommen oder durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Unsere Versorgung von Mikronährstoffen über die tägliche Kost ist nicht immer ausreichend. Ihre Qualität und somit ihr Gehalt an Vitaminen und Co. nimmt durch Lagerung und Transport mit der Zeit rapide ab. So können Obst und Gemüse nach der Ernte innerhalb von drei Tagen z.B. 60% an Vitamin C verlieren. Auch fehlt es unserem Essen häufig von Vorneherein schon an wichtigen Nährstoffen durch verarmte Böden, Überdüngung, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln usw. Unser moderner Lebensstil führt jedoch andererseits zu einem zunehmenden Bedarf. GRÜNDE DAFÜR GIBT ES MEHRERE: • erhöhte Umweltbelastungen • ungesunde Lebensweise • wachsender Stress • bestimmte Ernährungsformen wie z.B. Vegetarismus, einseitige Diäten • Krankheiten wie Durchfall, Erbrechen, entzündliche Darmerkrankungen usw. Wichtig zu wissen ist, dass auch manche Arzneistoffe die Aufnahme von Mikronährstoffen im Magen-Darm-Trakt vermindern oder sogar verhindern können. EIN PAAR BEISPIELE • Protonenpumpenhemmer (PPIs) – besser bekannt als „Magenschutz“ – wie etwa Pantoprazol, Omeprazol, Esomeprazol usw. Durch die stark reduzierte Magensäure können zahlreiche Mikronährstoffe wie z.B. Magnesium, Calcium, Eisen und Vitamin B12 nicht mehr aus den Nahrungsmitteln herausgelöst und somit nicht aufgenommen (resorbiert) werden. Die Folge ist ein Mangel an diesen wichtigen Nährstoffen mit der MAGEN & DARM

MIRKONÄHRSTOFFE – NICHT NUR DIE MENGE IST ENTSCHEIDEND 47 Konsequenz eines erhöhten Osteoporoseund Knochenbruchrisikos. • Metformin, ein Medikament das viele Diabetiker einnehmen müssen, blockiert ebenfalls die Vitamin B12 Aufnahme. Manche Präparate führen zu Irritationen des Magen- Darm-Trakts – lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten. • Antazida (Mittel zur Neutralisation der Magensäure) können die Verfügbarkeit von beispielsweise Zink oder Eisen reduzieren. Hier ist es wichtig und sinnvoll, Mikronährstoffe gezielt zu supplementieren (ergänzen). TIPP Von entscheidender Bedeutung ist es, bei der Wahl eines Nahrungsergänzungsmittels auf Qualität zu achten. Denn hier existieren immense Unterschiede. BEISPIEL MAGNESIUM Magnesium muss in einer für den Körper gut lösbaren und somit resorbierbaren Form verabreicht werden. Verwendet werden dazu Salze wie z.B. Magnesiumcitrat, Magnesiumorotat, Magnesiumoxid oder andere, die sich in der Bioverfügbarkeit massiv unterscheiden. Das anorganische, billige Magnesiumoxid (Tafelkreide) wird um vieles schlechter resorbiert als organische Salze wie z.B. Magnesiumcitrat. Verbleibt aber zu viel Magnesium im Darm, reagieren viele Menschen mit Durchfall. Besonders hochwertig sind Präparate, in denen mehrere Magnesiumverbindungen kombiniert sind, weil auf diese Weise die Bioverfügbarkeit durch unterschiedliche Löslichkeit weiter steigt. Ähnlich verhält es sich auch bei anderen Mikronährstoffen. In Präparaten von hoher Qualität sind sie in einer gut bioverfügbaren Form, in sinnvollen und ausreichenden sowie exakt auf der Packung angegeben Mengen, schadstofffrei und oft schon in aktivierter Form enthalten. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten! ACHTUNG Nahrungsergänzungsmittel sind natürlich kein Ersatz für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Aber sie helfen uns unsere Speicher aufzufüllen, unseren Energiestoffwechsel zu normalisieren, Nährstoffmängel auszugleichen und somit Krankheiten vorzubeugen. Eine längerfristige oder hochdosierte Einnahme sollte immer mit dem Arzt oder dem Apotheker abgesprochen werden. MAGEN & DARM

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