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APOaktuell 04 Herbst 2017

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Das Magazin aus ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionelle Themen: Entzündungen der Nebenhöhlen - Vorbeugen, Erkennen, Behandeln; Frauen über 50 - Dynamisch und lebenslustig trotz Wechselbeschwerden; Husten - Rasche Hilfe für die Atemwege; Stärkung des Immunsystems- Nährstoffe für Ihre Abwehrkräfte. Und vielem mehr...

12 Die Luft befindet

12 Die Luft befindet sich in einem Höhlensystem, das teilweise weit in den Schädel hineinreicht und mit Nase bzw. Mund verbunden ist: die Nasennebenhöhlen (NNH) Unser Kopf besteht aus Knochen, Haut, Hirn und… Luft. Beim Menschen zählen dazu die Kieferhöhle (Sinus maxillaris), die Stirnhöhle (Sinus frontalis), die Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales) und die Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis). Da sie mit dem Nasenraum verbunden sind, werden sie dem Atmungssystem zugeordnet. WOZU ABER LUFT IM KOPF? Über Jahrmillionen mussten Schädel- und Kieferknochen größer und kräftiger werden, um mit der menschlichen Evolution Schritt zu halten. Damit der Schädel dabei nicht zu schwer wurde, entwickelte die Natur eine Hohlbauweise: das Nasennebenhöhlen-System. Die NNH sind darüber hinaus auch für ästhetische Proportionen im Gesicht verantwortlich. Wie alle oberen und unteren Atemwege sind die NNH mit Schleimhaut und so genannten Flimmerhärchen ausgelegt. Die einströmende Luft wird angefeuchtet und Schmutz sowie Fremdkörper und Keime bleiben an der Schleimhaut kleben, von wo sie sofort durch die Flimmerhärchen auf einem dünnen Schleimfilm in Richtung Ausgang und Nasenraum transportiert werden. Dort werden sie dann ausgehustet, abgeschnäuzt oder verschluckt. Dies ist ein natürlicher Reinigungsprozess. Die Verbindungskanäle der NNH zum Nasen-Rachenraum sind teilweise eng, je nach individueller Anlage können sie schon in gesundem Zustand sehr schmal und wenig durchlässig sein. Ist ein Durchströmen nicht mehr möglich, kann der Schleim mit Staub und aufgefangenen Erregern nicht mehr nach außen transportiert werden und andererseits keine frische Luft in die Höhle geraten: die vorhandene Luft wird mit der Zeit vom Körper ins Blut aufgenommen und es entsteht aufgrund der Abdichtung zum Nasenraum ein Unterdruck, der zu typischen Kopfschmerzen und Druckgefühl führt. DIE NASENNEBENHÖHLEN

HOHL IM KOPF 13 Die Behinderung oder komplette Verlegung der Durchflusskanäle von den NNH in die Nasenhöhle kann UNTERSCHIEDLICHE AUSLÖSER haben: • Verkrümmung der Nasenscheidewand oder Vergrößerung der Nasenmuscheln (Schwellkörper in der Nase) • Nasenpolypen, Tumore • Virale Infektion oder Allergie, die zum Anschwellen der Schleimhäute führt Welche dieser Ursachen auch immer den NNH-Abfluss längerfristig be- oder verhindert, sie muss so rasch es geht beseitigt werden – sei es medikamentös oder operativ. Andernfalls drohen – neben intensiven Schmerzen – chronisch wiederkehrende Entzündungen und die Bildung von Polypen u.a. Eine NNH-Entzündung (Sinusitis) wird überwiegend durch Viren ausgelöst. Zumeist sind es Rhino- oder Influenza-Viren, die aus dem Nasenraum in die NNH „aufsteigen“, danach siedeln sich fallweise im Laufe der Erkrankung zusätzlich Bakterien an („Sekundär- oder Superinfektion“), die zu Eiteransammlungen in den NNH führen und die Gabe von Antibiotika notwendig machen. SYMPTOME einer akuten NNH-Entzündung: • starkes Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit • Fieber (muss nicht sein!) • verstärkte Schleimsekretion • starke Kopfschmerzen und Druckgefühl in den betroffenen NNH • eventuell Gesichts- und Zahnschmerzen • eingeschränkter Geruchssinn • stark behinderte Nasenatmung, wodurch auch der erholsame Schlaf in der Nacht zumeist gestört ist Die Anzahl der Betroffenen steigt, wie wir aus der Apothekenpraxis wissen. Immer mehr Patienten leiden an zugeschwollener Nase und Druckgefühl, bringen den Schleim aber nicht ordentlich heraus. Sie fühlen sich krank und matt – wie bei einer starken Erkältung eben – und „wurschteln“ irgendwie weiter, bevor sie – häufig sehr spät – dann doch zum DIE NASENNEBENHÖHLEN

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