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APOaktuell 04 Herbst 2017

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Das Magazin aus ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionelle Themen: Entzündungen der Nebenhöhlen - Vorbeugen, Erkennen, Behandeln; Frauen über 50 - Dynamisch und lebenslustig trotz Wechselbeschwerden; Husten - Rasche Hilfe für die Atemwege; Stärkung des Immunsystems- Nährstoffe für Ihre Abwehrkräfte. Und vielem mehr...

24 Dann gehören Sie zu

24 Dann gehören Sie zu dem Teil der Bevölkerung, der sein Leben nicht unnötig in Gefahr bringen möchte. Und dann werden Sie sich vermutlich im kommenden Herbst wieder impfen lassen. Gegen Grippe, medizinisch als Influenza bezeichnet, oder nicht? 2016 gab es in Österreich laut Statistik Austria bei Verkehrsunfällen 48 getötete Radfahrer und 189 verstorbene PKW-Lenker. Und ÜBER 1000 GRIPPETOTE (Influenza-Infektion plus Folgeerkrankungen). Influenza ist die Infektionskrankheit mit den weitaus meisten Sterbefällen pro Jahr. Und es gibt neben hygienischen Maßnahmen nur einen einzigen „Sicherheitsgurt“ als Vorbeugung: die Impfung. Trotzdem sind wir Österreicher in der europäischen und weltweiten Statistik am Ende zu finden. Warum lassen sich bei uns nur etwa 10% der Bevölkerung impfen und der Rest nimmt lieber eine schwere Krankheit oder sogar den Tod in Kauf? Ist die Angst vor Nebenwirkungen so groß? Wird die Gefährlichkeit der Grippe unterschätzt? Sind es die kontroversiell geführten Medienberichte? Oder einfach Unwissenheit? Wir möchten Ihnen in weitere Folge als Basisinformation Fakten und Neuigkeiten zum Thema Influenza und Grippe-Impfung erläutern. Um zu Ihrer persönlichen Impf- Entscheidung zu kommen, empfehlen wir Ihnen zudem ein Gespräch mit dem Arzt Ihres Vertrauens. ANSTECKUNG UND SYMPTOME Influenza kann durch unterschiedliche Influenza-Viren-Typen (A, B) ausgelöst werden. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Hände schütteln, Türklinken). Häufig (aber nicht immer) beginnt die Echte Grippe relativ plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, starkem Krankheitsgefühl, Abgeschlagen- INFLUENZA

DIE UNTERSCHÄTZE GEFAHR 25 heit. Die Beschwerden halten oft lange an (2 - 3 Wochen). In schweren Fällen führt die Grippe zu Komplikationen, die besonders bei älteren Menschen oder chronisch Kranken zu lebensbedrohenden Zuständen oder sogar zum Tod führen können. Dazu zählen schwere Bronchitis, Lungenentzündung, Herzmuskel-Schäden, Kreislaufversagen u.a. Die Symptome eines grippalen Infekts („Erkältung“) können durchaus sehr ähnlich sein, doch sind sie meist nicht so heftig und klingen rascher ab (nach 7 - 10 Tagen). Da eine Erkältung durch völlig andere Viren ausgelöst wird (Rhino-, Corona-, Adenoviren u.a.), schützt die Grippeimpfung nicht gegen einen grippalen Infekt! Geimpfte Menschen, die in der entsprechenden Saison dann das eine oder andere Mal wegen einer Erkältung schnupfen und husten, sehen die Grippeimpfung dann leider ganz gern als unwirksam an und verzichten im Folgejahr auf die Impfung. Im Gegensatz zur Echten Grippe führt jedoch eine Erkältung im Normalfall nicht zu schweren Komplikationen und zum Tod. „Totimpfstoffe“. Sie enthalten keine lebenden Keime, sondern inaktivierte und hochgereinigte Virenteile. Sie sind besser verträglich, regen jedoch – speziell bei älteren Menschen – das Immunsystem nicht so stark an, wie ein Lebend-Impfstoff, der lebendige Viren enthält. Durch den Zusatz von Hilfsstoffen („Adjuvantien“) erreichen auch Tot-Impfstoffe einen gleichwertig hohen Schutzlevel. Die konservierende Substanz Thiomersal (Quecksilber- Verbindung), die zu Nebenwirkungen und damit zu großer Ablehnung gegen Impfungen geführt hat, ist bei uns längst in keinem handelsüblichen Grippe-Impfstoff enthalten. IMPFUNG Bei der Grippeimpfung handelt es sich um eine „aktive Immunisierung“, das bedeutet, dass unser Immunsystem angeregt wird „Antikörper“ zu bilden, die eine Influenza- Viren-Attacke schnellstmöglich niederschlagen und verhindern, dass wir krank werden. Grippeimpfstoffe, die ab Herbst in Österreich auf den Markt kommen, sind alle so genannte INFLUENZA

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