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APOaktuell Ausgabe 26 – Sommer 2020

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Die aktuelle Ausgabe Sommer 2020. Diesmal mit folgenden redaktionellen Themen: Hausmittel für den Sommer - Sanfte Medizin für die heißeste Zeit, Zecken - unsichtbare Gefahr im Gras, Schwanger - wichtige Vitalstoffe für das Ungeborene, Badesee ahoi - so wird der Sommer ein Genuss und vieles mehr...

38 Viele von uns kennen

38 Viele von uns kennen sie, die schmerzenden Bläschen an den Lippen (Herpes Labialis) landläufig als Fieberblasen bezeichnet. Hervorgerufen werden sie meist durch eine Virusinfektion mit dem Herpes Simpex Virus Typ 1 (HSV1). Die Flüssigkeit in den Fieberbläschen IST HOCH ANSTECKEND. Die Erstinfektion geschieht in der Regel unbemerkt im Kindesalter. Danach nistet sich das listige Virus in den Nervenzellen ein und verhält sich dort oft jahrelang ruhig („Latenzphase“). Wenn allerdings unser Immunsystem vorübergehend oder dauerhaft schwächelt beispielsweise • durch eine Erkältung oder andere Infekte • bei Hormonschwankungen (z.B. Menstruation) • bei körperlichem oder seelischem Stress • bei zu intensiver Sonneneinstrahlung werden diese Viren wieder aktiv. Der Herpesausbruch durchläuft FÜNF VERSCHIEDENE PHASEN: • Kribbeln • Bläschenbildung • Entzündung • Schorfbildung • Abheilung Schwerere Verläufe, zum Beispiel mit Fieber und/oder starken Nervenschmerzen, sind möglich aber selten. Hier und auch bei großflächigerem Befall, muss unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden! WIE KANN ES ZU EINER ÜBERTRAGUNG KOMMEN? • Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) HERPES LABIALIS

WENN DIE LIPPEN BLASEN WERFEN 39 • Schmierinfektion (zum Beispiel gemeinsames Benutzen von Besteck, Gläsern oder wenn diese schlecht gereinigt wurden). • Haut zu Haut Kontakte (Küssen, Berührung der Bläschen, Geschlechtsverkehr). TIPP Für „gewöhnliche“ Fieberblasen ohne weitere Komplikationen gibt es in der Apotheke rezeptfrei eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten. Auch zu intensive Sonneneinstrahlung kann Herpes Viren wieder aktivieren. Je FRÜHZEITIGER die Anwendung, desto BESSER DER ERFOLG! VORBEUGUNG UND AKUTBEHANDLUNG Präparate mit L-Lysin zur Einnahme: Ausreichend dosiert schränkt diese körpereigene Aminosäure das Wachstum und die Vermehrung der Herpes Viren ein. Somit kann sie vorbeugend (Dosierung 500-1500 mg am Tag) eingenommen, den Ausbruch verhindern. Im Akutfall fördert L-Lysin bei einer täglichen Dosierung von 3000-4000 mg die schnellere Abheilung. WEITERE PROPHYLAXE-MASSNAHMEN • Mikronährstoff-Präparate zur optimalen Stärkung des Immunsystems mit Vitamin C, Zink und Selen. • Stress soweit möglich reduzieren • Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor hilft Fieberblasen vorzubeugen. BEHANDLUNG FRÜHSTADIUM BEI ERSTEM KRIBBELN UND SPANNUNGSGEFÜHL Wirkstoffe, die die Ausbreitung des Virus verhindern: • Docosanol (ab zwölf Jahren, fünf mal täglich 4-10 Tage), hemmt das Eindringen der Viren in gesunde Zellen. So kann es frühestmöglich eingesetzt die Schwere des Krankheitsverlaufs reduzieren. HERPES LABIALIS

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