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APOaktuell 02 Frühling 2017

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Das Magazin aus ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionelle Themen: Wenn der Körper überreagiert – Tipps für ihr Allergie-Management, Sommer-Sonne-Urlaub – Leitfaden für ihren Wohlfühl-Trip, Gereizte Augen? – Empfehlungen zur Selbst-Behandlung, Rein in den Frühling – Frühjahrsputz für Ihren Körper.

26 DIE GESCHICHTE DER

26 DIE GESCHICHTE DER HEILKRÄUTER 27 tel zur Wundheilung verwendete. Die ältesten Aufzeichnungen, die die Verwendung von Pflanzen für Heilzwecke beschreiben, stammen aus Mesopotamien ca. 3000 v. Chr. Als Begründer der wissenschaftlichen Medizin gilt der Grieche Hippokrates von Kos (um 460-ca. 370 v. Chr.). Für ihn ist eine Krankheit als Ungleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt zu verstehen. Mit der Therapie soll das Heilungsstreben der Natur unterstützt werden. Im „Corpus hippocratium“ findet man einige hundert Heilpflanzen beschrieben. Zu den bedeutendsten Werken der Pflanzenheilkunde zählt „De Materia medica“ vom griechischen Arzt Pedanios Dioskurides (etwa 50 n. Chr.). In 5 Bänden werden ca. 800 Pflanzen „nach Gestalt und Wirkung“ beschrieben. Bis ins 16. Jhd. hinein war es das führende Werk der Heilkräuterkunde und auch später noch Grundlage für andere Autoren. Auch die moderne Arzneipflanzenforschung nimmt Bezug auf das Werk von Dioskurides, indem die von ihm beschriebenen Arzneipflanzen auf ihre damalige Verwendung gescreent und als Basis für neue Forschungen herangezogen werden. Vom 8. bis zum 12. Jahrhundert befassten sich – auf Anweisung Karl des Großen (747-814) – hauptsächlich Klöster mit der Anpflanzung und Wirkung von Heilkräutern. Dort wurden Menschen und auch Tiere behandelt. Die Äbtissin des Benediktinerklosters Rupertsberg in Bingen, Hildegard von Bingen (1098-1179), war eine berühmte Gelehrte ihrer Epoche. In ihren bedeutenden Werken (Liber simplicis medicinae und Causae et Curae) erörtert sie 230 wichtige Heilpflanzen. Ihr medizinisches Schaffen und die Anwendungsmöglichkeiten für Arzneipflanzen erleben heutzutage eine Art Wiedergeburt im Rahmen der „Hildegard Medizin“. Zu den „Vätern der Botanik (Pflanzenkunde)“ wurden die im 16. Jhd. in Deutschland lebenden Botaniker Hieronymus Bock, Otto Brunfels und Leonhart Fuchs. Ebenfalls im 16. Jhd. lebte der bedeutende Arzt, Pharmazeut und Naturforscher Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt unter dem Namen Paracelsus. Er verfasste viele naturkundliche Schriften und empfahl die Anwendung von Heilpflanzen aus der Umgebung, aber auch andere Arzneimittel. Er gilt als Urvater der modernen Pharmazie. Besonders berühmt wurde sein Zitat „Nur die Dosis macht das Gift“. Ab dem 19. Jhd. wurden Pflanzen im Rahmen der naturwissenschaftlichen Forschung genau analysiert und ihre Wirkstoffe isoliert. Handelte es sich bis dahin bei der Kräuterheilkunde um den Erfahrungsschatz vieler vorangegangener Generationen, wurden Wirkungen und Inhaltsstoffe nun genau unter die Lupe genommen und mit wissenschaftlichen Methoden überprüft. Die beiden Geistlichen Sebastian Kneipp (1821 - 1898) und Johann Künzli (1857 - 1945) hatten einen großen Erfahrungsschatz über traditionell verwendete Heilkräuter und brachten die Therapie mit Arzneipflanzen zu neuer Blüte. Der Arzt Dr. Rudolf Fritz Weiss (1895 - 1991) gründete den ersten Lehrstuhl für Phytotherapie (Therapie mit Heilpflanzen) und setzte damit die Anerkennung der therapeutischen Verwendung von Arzneipflanzen als eigenen wissenschaftlichen Zweig in Gang. Sein Lehrbuch der Phytotherapie gilt bis heute als ein Standardwerk der Pflanzenheilkunde. Etliche wichtige Wirkstoffe von Medikamenten, die heutzutage in der Therapie von Patienten eingesetzt werden, haben IHREN URSPRUNG IN HEIL- ODER GIFTPFLANZEN. Ein paar berühmte Beispiele: ASPIRIN ® die Rinde von Weiden enthält Salicin, das im Körper in die entzündungshemmende und DIE WELT EINER APOTHEKE DIE WELT EINER APOTHEKE

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