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APOaktuell 03 Sommer 2017

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Das Magazin aus ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionelle Themen: Hitzebedingte Venenprobleme – So unterstützen Sie Ihre Venen im Sommer, Wanderbares Österreich – Schmerzfreies Bergvergnügen, Unsere Kinder – Machen Sie Ihre Kinder fit für den Schulstart, Die Heilkraft des Wassers – Entwicklung und Wirkung der Hydrotherapie. Und vielem mehr...

50 51 GESCHMACK UND

50 51 GESCHMACK UND WIRKUNG FÜR KÜCHE UND HAUSAPOTHEKE FACHKOMMENTAR: MAG. PHARM. ADELHEID TAZREITER DIE WELT EINER A P O T H E K E Wildkräuter Jahrtausende lang war es eine Selbstverständlichkeit, die wild wachsenden Pflanzen auf den Wiesen oder im Wald als Nahrungs- oder Heilmittel zu nutzen. Die Erfahrungen mit den speziellen Wirkungen der Kräuter wurden von Generation zu Generation weitergegeben und von einigen Gelehrten zusammengetragen. Dioskurides, Hildegard von Bingen, Hieronymus Bock oder Paracelsus sowie etliche weitere Pflanzenkundige verfassten im Laufe der letzten beiden Jahrtausende Bücher mit hunderten Beschreibungen einzelner Heilpflanzen, die immer noch als Standardwerke gelten. Heutzutage sind viele – doch bei weitem nicht alle – traditionell verwendete Pflanzen bereits wissenschaftlich auf ihre Wirkung untersucht worden. Die wirksamen Inhaltsstoffe wurden erkannt und einige werden in Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten verarbeitet. Die Hauptanwendung der Heilpflanzen liegt jedoch nach wie vor in der Zubereitung von Tee, Extrakten, Tropfen, homöopathischen Mitteln oder in Form von ätherischen Ölen z.B. in Salben, Inhalationen und anderen. Durch die wissenschaftliche Erforschung wurden auch Nebenwirkungen durch gesundheitsschädliche oder giftige Inhaltsstoffe erwiesen, die die Verwendung mancher Pflanzen oder Pflanzenteile gefährlich oder sogar tödlich machen. In den letzten Jahren sind naturnahe Ernährung und Behandlung wieder „in“ geworden. Die Verarbeitung von Wildkräutern in der Küche und/oder der Einsatz von „sanften“ alternativen Heilmethoden werden von einem Gutteil der Apothekenkunden sehr geschätzt. Tendenz steigend. Da auch die Bewegung in freier Natur – Spazierengehen, Wandern, Rad fahren – zurzeit einen Boom erlebt, möchten Naturliebhaber verwertbare Pflanzen gerne selber sammeln und verarbeiten. Das hat ja auch praktische Vorteile: Sie müssen nicht gelagert werden und stehen saisonal frisch und erntebereit zur Verfügung, ohne dass sie gepflegt werden müssen. Oft genügen kleine Mengen als Gewürz eingesetzt, um einen aromatisierenden und gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen. TIPPS ZUM SAMMELN VON WILDKRÄUTERN • Das Wichtigste: Wer selber sammelt, muss sich mit dem Bestimmen der Pflanzen gut auskennen! Manche Pflanzenfamilien haben eine große Zahl Gattungen, die ihrerseits wieder in viele Arten aufgeteilt sind, die sich sehr ähnlich sehen können. Davon sind aber vielleicht nur einige oder gar eine einzige wirksam und im schlimmsten Fall sind etliche davon giftig oder tödlich. DIE WELT EINER APOTHEKE

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