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APOaktuell 04 Herbst 2019

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Die aktuelle Ausgabe Herbst 2019. Diesmal mit folgenden redaktionellen Themen: OBERE ATEMWEGE – Offene Türen für Erkältungsviren, DIABETES – Krank von zu viel Zucker, OMA'S HAUSMITTEL – Die beste Medizin für Kinder, ADVENT ALS BESINNLICHE ZEIT – So trotzen Sie Konsumwahn und Terminstress, und vieles mehr...

34 Antibiotika SEGEN UND

34 Antibiotika SEGEN UND FLUCH ALS BAKTERIEN IHRE Schreckensherrschaft verloren. FACHKOMMENTAR: MAG. PHARM. ADELHEID TAZREITER

ANTIBIOTIKA – SEGEN UND FLUCH 35 Die ersten Erkenntnisse über die antibiotischen Eigenschaften von Schimmelpilzen gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts, doch erst Alexander Fleming wurde 1928 mit der Entdeckung des Bakterientötenden Schimmelpilzes Penicillinum notatum berühmt. ANTIBIOTIKA SIND NATÜRLICHE STOFFWECHSELPRODUKTE VON PILZEN ODER BAKTERIEN, die andere Mikroorganismen (z.B. Bakterien) abtöten oder an ihrem Wachstum hindern. Damit begann der Siegeszug des Penicillins, das in abgeänderter Form später auch chemisch herstellbar und damit zu einem Medikament für die Massen- anwendung wurde. Ein Segen kam über die Menschheit, wurden doch viele bis dato unbehandelbare bakterielle Krankheiten, auf einmal heilbar. Pest, Cholera, Diphtherie, Fleckfieber, Pneumokokken-Lungenentzündung und andere gefährliche Infektionen verloren plötzlich ihren Schrecken und die Lebenserwartung stieg innerhalb der nächsten Jahrzehnte deutlich an. Durch aufwändige Forschungen entstanden immer neue Antibiotika-Wirkstoffe, die jeweils für bestimmte Gruppen von Bakterien eingesetzt werden. Bis heute gehören Antibiotika zu den am meisten verschriebenen Arzneimittel und retten viele Menschenleben. Ihr Wirkmechanismus beruht darauf, dass die antibiotische Substanz die Zellwand oder den Stoffwechsel der Bakterien angreift: Bakteriostatische Antibiotika hemmen Bakterien in ihrem Wachstum. Bakterizide Antibiotika töten Bakterien ab. Daher richtet sich die Dauer der Einnahme auch nach dem Lebenszyklus der jeweiligen Bakterien, die man bekämpfen will. Als Konsequenz daraus ist die vom Arzt verordnete Therapiedauer unbedingt einzuhalten, um zu verhindern, dass die Bakterien eine Überlebensstrategie gegen den Wirkstoff entwickeln – also resistent werden – und die Krankheit nach einiger Zeit wieder zurückkommt. ACHTUNG Auch wenn Sie sich nach wenigen Tagen schon besser fühlen, darf die Einnahme nicht in Eigenregie abgebrochen werden. ANTIBIOTIKA

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