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APOaktuell AUSGABE 29 – #02 2021

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Die aktuelle Ausgabe 29 – #02 2021. Diesmal mit folgenden redaktionellen Themen: Südseemyrte "Manuka" - Heilmittel ja oder nein, Stress lass nach - Mittel zur Beruhigung, Cannabis - Mythen und Wirkung, Gut geschützt - Wichtige Fragen und Antworten zur Corona Schutzimpfung und vieles mehr...

10 GUT GESCHÜTZT

10 GUT GESCHÜTZT DAS IMPFKARUSSELL FRAGEN & ANTWORTEN Ist ein so schnell zugelassener Impfstoff sicher? Für eine Zulassung muss in Studien mit zehntausenden Probanden gezeigt werden, dass der Impfstoff wirksam, verträglich und sicher ist. Dies ist auch bei COVID-19-Impfstoffen geschehen. Im Rahmen eines „Rolling Review“- Verfahrens wurden keine sicherheitsrelevanten Prüfschritte ausgelassen, aber Prozesse verschlankt und zeitgleich durchgeführt. In der Sondersituation der Pandemie bekamen die Zulassungsbehörden schon in der Entwicklungsphase der Impfstoffe fortlaufend Daten von den Entwicklern übermittelt und konnten daher schneller über eine Zulassung entscheiden. Es gilt jedoch wie bei jeder Impfstoffeinführung: nach Einführung einer Impfung muss und wird die Sicherheit eines Impfstoffs in der Anwendung weiter überwacht werden („Surveillance“), damit eventuelle, seltene Nebenwirkungen erfasst werden können. Wer gehört zu einer besonderen Risikogruppe? Es muss zwischen Risikofaktoren und Vorerkrankungen unterschieden werden. Es gibt einige Vorerkrankungen, die das Risiko für einen schweren COVID-19-Erkrankungsverlauf und Versterben erhöhen. Dazu gehören unter anderem Trisomie 21, Organtransplantation, Adipositas, chronische Nierenerkrankungen, Demenz, Herzinsuffizienz und Diabetes. Andere Vorerkrankungen erhöhen das Risiko nur leicht oder auch gar nicht. Insgesamt ist aber ein hohes Lebensalter der wichtigste Risikofaktor für einen schweren oder sogar tödlichen Krankheitsverlauf. Wer kann sich zuerst impfen lassen? Da die Impfstoffe weiterhin nur eingeschränkt verfügbar sind, bekommen sie Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Verläufe der Erkrankung zuerst, ebenso wie Menschen, die ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich anzustecken oder die Infektion auf besonders schutzbedürftige Personengruppen zu übertragen. Dürfen bzw. sollten sich COVID-19-Genesene noch impfen lassen? Die derzeit verfügbaren Daten belegen eine Schutzwirkung für mindestens 6 bis 8 Monate nach laborbestätigter SARS-CoV-2-Infektion. Entsprechend sollte frühestens 6 Monate nach Genesung eine COVID-19-Impfung erwogen werden. Hierbei reicht eine Impfstoffdosis aus, da sich dadurch bereits hohe Antikörpertiter erzielen lassen. Nach den bisher vorliegenden Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach bereits unbemerkt durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion eine Gefährdung darstellt. Wie wirksam ist der Vektor-basierte Impfstoff COVID-19 Vaccine Vaxzevria ® (AstraZeneca)? Nach vollständiger Impfserie und einem Intervall von 8 bis 12 Wochen liegt die Wirksamkeit bei bis zu 80 Prozent. Eine höhere Wirksamkeit kann erreicht werden, wenn die obere Grenze des Intervalls ausgeschöpft wird (12 Wochen). COVID-19 Quellen: online einsehbar auf der RKI-Seite (Meldedaten RKI, Studiendaten BioNTech, Moderna) | Stand: März 2021

11 WISSENSWERTES Die Wirksamkeit zur Verhinderung von COVID- 19-assoziierten Hospitalisierungen und Todesfällen ist höher. Wie lautet die aktuelle Empfehlung zu allen derzeit zugelassenen Impfstoffen? Für die Impfung gegen COVID-19 sind aktuell in der Europäischen Union vier Impfstoffe zugelassen. Es handelt sich dabei um zwei mRNA- Impfstoffe (Comirnaty der Firma BioNTech/ Pfizer und COVID-19-Vaccine-Moderna der Firma Moderna) und zwei Vektor-basierte Impfstoffe (COVID-19 Vaccine Vaxzevria der Firma AstraZeneca und Janssen der Firma Johnson & Johnson). Für eine vollständige Impfserie sind bei drei dieser Impfstoffen zwei intramuskulär zu applizierende Impfstoffdosen notwendig. Bei Janssen wird eine Impfdose appliziert. Sobald weitere Impfstoffe zugelassen und verfügbar sind oder neue relevante Erkenntnisse mit Einfluss auf diese Empfehlung bekannt werden, wird die COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert und publiziert werden. Gibt es Sicherheitsbedenken bei den Vektorbasierten Impfstoffen? Die beim Vaxzevria-Impfstoff von AstraZeneca als „Trägerviren“ verwendeten Adenoviren sind für den Menschen harmlos. Das Virus repliziert (vermehrt sich) im menschlichen Körper nicht und kann somit keine Erkrankung auslösen. Es wird nach einiger Zeit vom Immunsystem abgebaut. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft besteht kein Risiko durch Integration der Vektorvirus-DNA in das menschliche Genom. Alle Impfstoffe, die aktuell in Österreich zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen sehr gut vor einer Erkrankung durch die in Österreich hauptsächlich zirkulierende Variante B.1.1.7, und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten. Impfschema Für die mRNA-Impfstoffe wird ein Abstand von 3 bis 6 Wochen (Comirnaty) bzw. 4 bis 6 Wochen (COVID-19-Vaccine-Moderna) zwischen den beiden Impfstoffdosen des gleichen Produkts empfohlen. Die Impfung ist strikt intramuskulär (i.m.) zu verabreichen. Wann sollte nicht geimpft werden? Fieber über 38,5 °C, Kinder und Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahren (je nach Impfstoff), Allergie gegen Bestandteile der Impfstoffe. Bitte Fachinformationen beachten. Wichtig zu wissen Die neuen COVID-19-Impfstoffe scheinen etwas reaktogener als übliche Impfstoffe zu sein. Bei hoher Empfindlichkeit kann eine Gabe eines leichten Schmerzmittels die Impfreaktionen lindern. Der volle Impfschutz ist erst etwa 7 bis 14 Tage nach der zweiten Impfung zu erwarten. Zu anderen Impfungen soll ein Abstand von 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfung eingehalten werden (Notfallimpfungen sind davon ausgenommen). COVID-19

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